Dianne Dela Cruz ist Sexualpädagogin (isp), Autorin und Content Creatorin (@fragdianne). Als fünffache Mutter bringt sie ein Thema dahin zurück, wo es oft verloren geht: in den Alltag von Familien und in Partnerschaften, in denen Eltern funktionieren, sich aber nicht mehr wirklich begegnen.
Viele denken, Sexualität beginnt im Schlafzimmer.
Nein.
Sie beginnt in den Gesprächen, die wir vermeiden.
In den Fragen unserer Kinder.
Und in dem, was wir selbst nie gelernt haben auszusprechen.
Viele Eltern haben Angst, etwas falsch zu machen und sagen deshalb gar nichts.
Dianne steht für eine Aufklärung, die kein Blatt vor den Mund nimmt.
Denn sexuelle Bildung ist in erster Linie Missbrauchsprävention.
Den eigenen Körper kennen und benennen können.
Grenzen verstehen und ausdrücken.
Dianne macht sichtbar, was passiert, wenn genau das fehlt.
Sprachlosigkeit setzt sich in der Erziehung und in Partnerschaften fort.
Mentale Last, eingefahrene Routinen und unausgesprochene Erwartungen verändern Nähe, sie schaffen Distanz.
Der Versuch, „alles richtig zu machen“, führt dazu, dass wir uns selbst verlieren.
Als Sexualpädagogin arbeitet sie mit echten Fragen aus Familien.
Als Mutter kennt sie die Momente, in denen man plötzlich keine Antwort hat.
Und als Frau Ü40 benennt sie klar, was passiert, wenn sich Bedürfnisse, Beziehungen und der eigene Körper verändern.
Mit ihrer Sexualaufklärungs-App BeeYou.ai, deren Chatbot Eltern und Jugendlichen in einem geschützten Rahmen altersgerechte und fundierte Informationen bietet, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur modernen Sexualpädagogik. Für ihr Engagement erreichte sie in der Kategorie „Fearless“ das Finale des „Cosmopolitan supportHer Awards 2024“.
2025 erschien ihr Elternratgeber „Hilfe, mein Kind hat f*cken gesagt!“, in dem sie zeigt, wie sehr Sprache, Scham und Unsicherheit prägen.
Im Juli 2026 folgt ihr Kinderbuch „Zipfel waschen?!“ und setzt dort an, wo alles beginnt: bei den ersten Worten für den eigenen Körper.
Ihr Traum ist eine Gesellschaft, in der Menschen über ihre Körper, Gefühle und Bedürfnisse sprechen können, ohne Scham und ohne Angst vor Bewertung.
Sie findet Aufklärung ist zwar in erster Linie das, was wir unseren Kindern mitgeben, doch darüber hinaus auch gleichzeitig etwas, das wir uns endlich selbst erlauben.
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