Wir bei ,,Sex in Berlin‘‘ stehen für einen offenen Austausch über Sexualität und für die
Idee, dass wir alle immer wieder etwas dazu lernen können. In dem gleichnamigen
Podcast stellen wir Orte und Menschen vor, die helfen, sich auf die eine oder andere Art
mit dem Thema Sexualität zu beschäftigen.
Vielleicht ist da auch was für dich mit dabei?
,,Wie kann das in uns allen stecken und keiner redet darüber!’’
Weil Sex-Veranstaltungen noch zu wenig Gehör finden und diese Stille vielleicht bei
Interessierten einschüchternd wirken kann, hier jetzt ein paar kleine, aber feine
Anfänger*innentipps:
Erst einmal: Sexy Veranstaltungen gibt es von bis - da ist für jede*n etwas dabei! Das
heißt vom Liebeshotel zum Swingerclub, vom Fesseln zum Kuscheln. Es kann ganz
angezogen und liebevoll, oder dunkel und wild sein.
Wichtig ist nicht, dass etwas perfekt ist, sondern, dass man den Mut hat etwas auszuprobieren, sich zu öffnen.
Denn ist es nicht das, was wir alle suchen: gesehen zu werden, berührt, als die Person, die man ist?
Vielleicht möchtest du aber auch nicht gleich aktiv teilnehmen, sondern erst einmal
zuschauen? Total nachvollziehbar! Es gibt tolle Burlesque- oder Tanz-Shows, bei denen du
dich zunächst zurücklehnen und es einfach genießen kannst. Das muss auch gar nicht nur
der Anfang sein, auf den noch Größeres folgt. Vielleicht sind es auch diese nicht ganz so
harten Dinge, die genau zu dir passen!
Sowieso: No Shame whatsoever! Sexpositivität steht für das ganze Spektrum: ob zart oder
hart, solange es dir und den anderen Personen Spaß macht, muss man keinen Druck
verspüren, irgendeiner Erwartung gerecht zu werden - nur die Gefühle müssen stimmen.
Und wo bekomme ich das dann überhaupt mit?
Der Kink-Kalender stellt eine tolle Option dar, falls du einfach
nicht weißt, wie du diese Events überhaupt finden sollst. Dort findest du nämlich kinky
Veranstaltungen mit Beschreibung, Ort und Datum - nur hingehen musst du.
Falls aber dieser erste Schritt dir besonders schwerfällt, nimm einfach eine befreundete
Person mit, die dir genug Sicherheit geben kann, dass du dich nicht zu eingeschüchtert
fühlst, die dir aber auch genug Freiraum lässt, dass du dich einfach fallen lassen kannst.
Oft ist es auch hilfreich, sich etwas anzupassen, um nicht gleich das Gefühl zu haben, dass
alle einen anschauen. Recherchier am besten davor online, ob es gewisse Dresscodes
oder anderweitige Anmerkungen gibt, die du auch für dich selbst nutzen kannst, um
außerhalb deines Alltags in eine andere Rolle schlüpfen zu können.
…
Ach, ich weiß ja nicht…
Am wichtigsten überhaupt: keine falsche Scham! Es mag etwas surreal klingen, nachdem
man viele der irrationalen und patriarchalen Schönheitsideale schon von Kind auf in den
Kopf gesetzt bekommen hat, aber spätestens nach euren ersten Erfahrungen werdet ihr
sehen, dass sexpositiv auch für Bodypositivity steht: nirgends findest du so viele
unterschiedlich aussehende Körper, die alle ganz befreit von irgendwelchen Strukturen
sind, weil es eben die Realität ist und stimmt: We are all sexy!